Jugendhaus Reinhardsbrunn - Klosterpark

Klosterpark

Reinhardsbrunn ist ohne Zweifel als Werk der Kunst und Natur zusammengenommen, jetzt die schönste Anlage und einer der sehenswertesten Punkte im Thüringer Wald.

 

...befand der bedeutendste Gartenschöpfer des vorigen Jahrhunderts, Fürst Hermann von Pückler-Muskau.

 

Reinhardsbrunn ist der erste Landschaftspark romantischer Prägung in Thüringen.

 

1826 waren die Herzogtümer von Gotha und Coburg durch Personalunion vereinigt worden. Ein neues Lustschloss mit dazugehörigem Park war nun erforderlich. Für die Gartengestaltung beauftragte der neue Herzog Ernst der I. den jungen Eulefeld 1827, der nun als herzoglicher Obergärtner und Leiter der Gothaer Orangerie fungierte. Die Anregungen zur Gestaltung eines englischen Parkes erhielt er in Englandaufenthalten. Das zur Verfügung stehende Areal, die ab Mitte des 18. Jahrhunderts bereits nicht mehr ausschließlich zur Gewinnung von Obst und Gemüse genutzten Gartenanlagen wiesen nun schon teilweise Parkcharakter auf. 1827 begann Eulefeld mit den Arbeiten zur Ausgestaltung eines Landschaftsparkes. Die Fahrstraße nach Schnepfenthal wurde nach außen verlegt, Teile des ehemaligen Amtes abgerissen, 1835 die Klostermühle anderen Ortes neu aufgebaut. Gewächshäuser entstanden und die bereits bestehende Baumschule wurde erweitert.

 

 

Eulefelds Gestaltung ließ das Schloss, eingebettet in die kunstvoll geschaffene Reinhardsbrunner Landschaft, nach außen wirken. Seine Auswahl von durch Farbe und Form sich ständig variierender Gehölze, die Akzentuierung der auf Hügel gepflanzten Linden der Klosterzeit, ließen ständig dem Beschauer ein wechselndes Bild vor Augen führen. Geführt durch ein bedachtes Wegesystem, großzügiger Prome­nadenwege, war der Blick frei, um Kunst und Natur im Wechsel der Jahreszeiten zu genießen.

 

Leider sind von der damaligen Schönheit des Gesamtensembles und der Genialität der Erbauer nur noch fragmentarische Teile erhalten.

 

Zu hoffen ist, dass es in folgender Zeit zu einer neuen Blüte dieses einmaligen und unwiederbringlichen Kulturgutes kommen möge...